„Oko Wa“ soll ein Ort sein, zu dem Geflüchtete freiwillig zurückkehren können und wo sie willkommen sind. Die Rückkehrer sollen zusammen mit Ehrenamtlichen im Perma-Kultur-Garten arbeiten und ihre Erfahrungen als Geflüchtete mit den Einheimischen teilen.

Viele junge Menschen in Afrika wollen mehr über die Situation von Geflüchteten in Europa wissen. Der Austausch von Erfahrungen zwischen Rückkehrern und Einheimischen soll vor allem jungen Menschen die Möglichkeit geben, die Situation von Geflüchteten in Europa kennen zu lernen.

Viele Asylbewerber, vor allem die ohne Reisepapiere, sind über ihre Perspektiven an den Orten, zu denen sie geflohen sind, desillusioniert. Viele bekommen keine Arbeitserlaubnis, oft erwartet sie eine Abschiebung zurück in ihre Heimatländer. Manchmal haben sie nichts zu dem sie zurückkehren könnten, weil sie ihr Zuhause verloren hatten, bevor sie geflohen sind.

Rückkehr mit Würde und in Würde

Einer der Gründe, aus denen viele abgelehnte Asylbewerber nicht nach Hause zurückkehren wollen, ist, dass es kein Zuhause gibt, zu dem sie zurückkehren können, und es niemanden gibt, der sie empfangen würde. Es kommt vor, dass Familienmitglieder die Rückkehrer verspotten und stigmatisieren.

Oko Wa unterstützt die Reintegration freiwillig zurückkehrender Asylbewerber und macht Landwirtschaft wieder für junge Menschen in Ibadan (Nigeria) attraktiv. Ibadan ist eine der größten Städte Nigerias und Hauptstadt des Bundestaates Oyo. Unserer Ansicht nach hätte die Mehrheit geflüchteter Frauen und Männer nicht den irregulären Weg genommen, hätten sie die Gefahren und Risiken irregulärer Migration und alternative Möglichkeiten sicheren Einkommens gekannt.

Wir werden Rückkehrer in Oko Wa willkommen heißen und ihnen zeigen, dass sie uns etwas bedeuten und wir bereit sind, von ihren Erfahrungen zu lernen. Oko Wa soll sowohl Rückkehrer als auch junge Einheimische ermutigen, sich als Perma-Kultur-Gärtner eine Zukunft zu schaffen.

Nahrungsmittel und sauberes Wasser für die, die es brauchen: Die Bewohner pflanzen ihre eigenen Nahrungsmittel an und verteilen diese an die, die sie brauchen.

Unabhängigkeit und Entwicklung: Oko Wa nutzt ökologische Methoden in Garten, Landwirtschaft, Transport und in der Energieversorgung schon in einer frühen Phase des Projektes. Nach der Etablierung von Oko Wa sollen die Bewohner den Austausch mit der einheimischen Bevölkerung in den Bereichen Informationstechnologie, Kunst und Demokratie suchen. Junge Menschen in den umgebenden Dörfern sollen die Situation von Geflüchteten, Gefahren und Folgen irregulärer Migration, sowie gleichzeitig Perspektiven für ihre Zukunft kennen lernen. 

Hintergrund

Vor dem Öl-Boom gab es in Ibadan eine funktionierende und erfolgreiche Landwirtschaft. Diese wurde von der nigerianischen Regierung aufgegeben, nachdem Öl in Nigeria gefunden worden war. Diese Vernachlässigung traditionell gewachsener Landwirtschaft führt zu einer geringeren Nahrungsmittelproduktion.

Geflüchtete aus Nigeria arbeiten in Deutschland und in anderen Teilen Europas gerne in der Landwirtschaft.

Wenn ihr uns ein paar Monate als Ehrenamtliche oder ein paar Tage als Rückkehrer auf eurem Weg nach Hause besuchen wollt, kontaktiert uns bitte, dann benachrichtigen wir euch, wann dies möglich sein wird.

Oko Wa ist ein Projekt von Caginta e.V. und Ruwosh Logo

Oko Wa wird unterstützt duch

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